Schornsteinanschlüsse

 - Hugo Ebinghaus

Schornsteinanschluss bei verschiedene Dacheindeckunge

Schornsteinanschlüsse
Bild 538 // Schornsteinanschlüsse und Fledermauseindeckung

6. Der Schornsteinanschluß (Bild 538 a u. b) wird am besten durch Überkragen oder Verstärken der Schornsteinwandungen oberhalb der Dachfläche um etwa 1/4 Stein erreicht. Durch diese Anordnung ist die Möglichkeit gegeben, die Dachsteine unter diesen Sockel zu schieben und sorgfältig mit Mörtel (Zement- oder Kalkzementmörtel regendicht zu verstreichen.

Die Überkragung kann entweder einen durch Schrägsteine gebildeten sockelartigen Abschluß erhalten oder in gleicher Abmessung bis Schornsteinmündung hochgeführt oder in Form einer abgestumpften Pyramide nach oben wieder eingezogen werden. In Bild 538 a ist ein Schornsteinkopf aus Natur- oder Kunststein vorgesehen. Bild (b) bezieht sich auf einen die Dachfläche seitlich durchbrechenden Schornstein. Hier bildet sich hinter dem Schornsteinkasten eine Kehle, welche bei fehlerhafter Konstruktion den Abfluß des Wassers hemmt und ein Eindringen herbeiführt. Um dieses zu verhindern, wird ein kleines, flaches Satteldach (e) hinter dem Schornstein aus Zinkblech vorgesehen, wodurch eine brauchbare Schornsteindichtung erreicht wird (Näheres siehe Bild 581 e und f).

7. Die Eindeckung von Fledermausfenstern (Bild 538 c) ist in Biberschwänzen nur dann möglich, wenn ein recht breit gelagertes Fenster gewählt wird. Günstig ist ein Verhältnis der Höhe zur Breite gleich 1:5 (d), auch darf der Winkel zwischen der Scheitellinie des Fensters und dem Sparren nicht über 12° betragen (c1). Die Latten werden entweder ein wenig eingesägt oder ins Wasser gelegt, um ein Biegen zu ermöglichen. Die Eindeckung erfolgt in einem Arbeitsgang mit der Hauptdachfläche. Die Traufschicht auf dem Fenster wird in voller Ziegelbreite durchgeführt, wohingegen die Ziegel oberhalb des Hauptwasserlaufes etwas schmäler bzw. nachgehauen werden müssen.

In Bild 539 ist eine Dachgaupe mit Biberschwanzeindeckung dargestellt. Unter dem Brüstungsriegel befindet sich eine doppelte Ziegelreihe, über die das Abschlußbrett (a) greift, wodurch sich eine Blei- oder Zinkdichtung erübrigt.

  • Stroh

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