Bei Flachbögen wird nur selten die Rückenlinie konzentrisch zu der inneren Leibungslinie gestaltet, weil dann die anschliessenden Mauersteine in dem unteren Lager ebenfalls nach der Rückenlinie abgearbeitet werden müssen.
Die dem Scheitel des Bogens zunächst liegende Lagerfuge der Mauerschichten muss dann wenigstens 5 cm über diesem liegen (Fig. 356), damit die hier anschliessenden Steine nicht in einen spitzen Keil auslaufen. Mehr empfehlen sich die Anordnungen nach Fig. 357 bis 361, durch welche den Wölbsteinen eine solche Form gegeben ist, dass dieselben entweder in Absätzen an die waagerechten Fugen der Mauerschichten angeschlossen werden, oder alle bis zu der gleichen Lagerfuge durchgeführt sind.
Der gute Anschluss der benachbarten waagerechten Mauerschichten an die Wölbsteine wird um so schwieriger, je grösser die Pfeilhöhe der Bögen im Verhältnis zu deren Spannweite ist.
Am gebräuchlichsten ist die Verwendung von im Haupt fünfeckig gestalteten Wölbsteinen, welche mit rechtwinkelig aufeinander treffenden Kanten an die Mauerschichten anschliessen.
