Fokus Büro: Heute hier, morgen dort: Co-working Spaces

Der Arbeitsplatz im Zeitalter der digitalen Medien scheint ein Platz am Schreibtisch, im Büro zu sein. Zusammen mit den Kollegen, irgendwo zwischen dem surrenden Firmen-PC, einem Stapel Papier und einer Kaffeetasse, direkt neben der Teeküche, fast am Ende eines mehr oder weniger fensterlosen Korridors. Während sich die Märkte allerdings digital organisieren und der Zugriff auf das Internet als digitale Transferplattform an so gut wie jedem Ort möglich ist, verstaubt das Stein gewordene Bild des Büros mehr und mehr. Es kämpft mit seinen Klischees der Anonymität und Monotonie und es hadert mit seiner schizophrenen Aufgabenstellung: konzentriertes, zurückgezogenes Arbeiten versus befruchtendes, lebhaftes Teamwork. So frei sich manche Unternehmen auch darstellen, von einer inspirierenden Farbgestaltung der Arbeitsräume über mehr Rückzugs- und Sozialbereiche bis hin zu Sport- und Freizeitangeboten für die Mitarbeiter im Haus — das Büro bleibt der Arbeitsplatz. Kurzum: Die Freiheiten einer digitalisierten Arbeitswelt haben ihre Grenzen im Büroalltag. Dass ein Schreibtischjob aber nicht immer mit einem klassischen Büroalltag Hand in Hand gehen muss, stellen junge Architekten und Designer immer wieder zur Schau und zeigen auf, mit wie wenigen Mitteln ein Arbeitsplatz entsteht und wie viel Freiraum dieser noch der Persönlichkeit lässt. Während man den einen noch beneiden mag um sein Büro am Frühstückstisch im Homeoffice, zeigt die Idee des Co-working Space die Möglichkeit eines Arbeitsplatzes auf, der die Limitierungen des klassischen Büros nicht kennt, sich aber dennoch fast so anfühlt. Eine unverbindliche Alternative für alle, die doch nicht von einer lieb gewonnenen Routine mit Automatenkaffee und Kopierstau lassen möchten — und für alle anderen, die es auf Dauer nicht am Frühstückstisch aushalten.

Fokus Büro: Heute hier, morgen dort: Co-working Spaces
Mit seiner organischen Form passt sich das TreeXoffice der umgebenden Natur an und ähnelt früheren Entwürfen der Künstler Claudia Moseley und Edward Shuster, die hier mit Tate Harmer zusammengearbeitet haben. © Jack Hobhouse

Der Arbeitsplatz im Zeitalter der digitalen ­Medien scheint ein Platz am Schreibtisch, im Büro zu sein. Zusammen mit den Kollegen, ­irgendwo zwischen dem surrenden Firmen-PC, ­einem Stapel Papier und einer Kaffeetasse, ­direkt neben der Teeküche, fast am Ende ­eines mehr oder weniger fensterlosen Korridors. Während sich die Märkte allerdings digital organisieren und der Zugriff auf das Internet als digitale Transferplattform an so gut wie jedem Ort möglich ist, verstaubt das Stein ­gewordene Bild des Büros mehr und mehr.

Es kämpft mit seinen Klischees der Anonymität und Monotonie und es hadert mit seiner schizophrenen Aufgabenstellung: konzen­triertes, zurückgezogenes Arbeiten versus befruchtendes, lebhaftes Teamwork. So frei sich manche Unternehmen auch darstellen, von ­einer inspirierenden Farbgestaltung der Arbeitsräume über mehr Rückzugs- und Sozialbereiche bis hin zu Sport- und Freizeitange­boten für die Mitarbeiter im Haus — das Büro bleibt der Arbeitsplatz. Kurzum: Die Freiheiten einer digitalisierten Arbeitswelt haben ihre Grenzen im Büroalltag.

Dass ein Schreibtischjob aber nicht immer mit einem klassischen Büroalltag Hand in Hand gehen muss, stellen junge Architekten und ­Designer immer wieder zur Schau und zeigen auf, mit wie wenigen Mitteln ein Arbeitsplatz entsteht und wie viel Freiraum dieser noch der Persönlichkeit lässt. Während man den einen noch beneiden mag um sein Büro am Frühstückstisch im Homeoffice, zeigt die Idee des Co-working Space die Möglichkeit eines ­Arbeitsplatzes auf, der die Limitierungen des klassischen Büros nicht kennt, sich aber ­dennoch fast so anfühlt. Eine unverbindliche  ­Alternative für alle, die doch nicht von einer lieb gewonnenen Routine mit Automaten­kaffee und Kopierstau lassen möchten — und für alle anderen, die es auf Dauer nicht am Frühstückstisch aushalten.

  • Stroh

    Die Professur für Kreislaufgerechten Holzbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) präsentiert dieses umfassende Nachschlagewerk zum nachhaltigen Bauen mit Stroh. Stroh bietet großes Potenzial für eine klimagerechte Baukultur: Es ist regional verfügbar, kostengünstig, CO2-speichernd und vollständig kreislauffähig. Die Publikation vermittelt Wissen über konstruktive, rechtliche und gestalterische Möglichkeiten auf nachvollziehbare, kritisch reflektierte und praxisnahe Weise. Sie dokumentiert Ergebnisse aus Lehre und Forschung, beleuchtet realisierte Projekte und zeigt konstruktive Prinzipien, Detaillösungen sowie gestalterische Potenziale. Hochwertige Fotografien, Pläne und Grafiken vermitteln die Inhalte anschaulich.