Ein Pavillon aus Röhrenfragmenten markierte den Eingang zur 50. Kunstbiennale in Venedig. Die doppelwandigen Segmente aus oxidiertem Stahl erinnern an überdimensionale Fässer oder Abschnitte einer Pipeline; eine ebenfalls rostige Dachkonstruktion aus Blechkassetten mit umlaufendem Randträger bindet sie zusammen. Durch kreisrunde Löcher fällt Licht auf die darunterliegende »Piazza«. Eines der Elemente bildet den Eingangstunnel. Seine Innenflächen sind, ebenso wie die einer weiteren Röhre, mit Informationen zur Biennale versehen, die Neugierde bei den Besuchern wecken sollen. Diese müssen als »Initiation« durch die statischen Inhalte hindurch – im Gegensatz zu den sonst allgegenwärtigen bewegten Bildern, vor denen die Betrachter still verharren. Die übrigen Module sind an den Stirnseiten verglast und mit einfachen Mitteln ausgebaut. Sie nehmen Ticketverkauf, Garderobe und eine kleine Polizeistation auf. Alle Segmente sind innen floureszierend lackiert, dies verleiht der Installation auch nachts eine eigene Note. Der Pavillon ist Teil des temporären Projekts »The Cord«, das Röhrenfragmente mit einer Gesamtlänge von 200 m umfasst. Auf der Innenseite beschriftet, warben sie in diversen italienischen Städten für die Biennale.
