Enge, beidseitig von Mauern begrenzte Straßen prägen das historische Zentrum von Matosinhos in Portugal. Das Wohnhaus fügt sich wie selbstverständlich in diese Struktur ein. Eine Natursteinmauer aus großformatigen Steinblöcken umgibt das dreieckige Grundstück vollständig. Teilweise musste die bereits bestehende Umgrenzung mit Hilfe von neuen Granitsteinen repariert und begradigt werden. Innerhalb des Grundstücks, geschützt vor den Blicken der Umgebung, befinden sich das Wohnhaus, zwei Patios und die Garage. Diese verschiedenen Bereiche werden mit Hilfe von parallel zueinander stehenden Wandscheiben definiert. Ein Patio mit Schwimmbad und Liegewiese sowie ein weiterer mit Terrasse, der gleichzeitig als Zugang zu den Wohn- und Schlafräumen dient, erweitern das Gebäude ins Freie. Das Wohnhaus wurde direkt an die bestehende Natursteinmauer gebaut, lediglich die Wärmedämmung trennt die Stahlbetonwand vom Bestand. Eine geschosshohe Glasfassade bildet den Abschluss zu den Höfen. Die natürliche Belichtung und Belüftung erfolgt über öffenbare Schiebeelemente und über Oberlichter im Dach. In den Innenräumen beschränkten sich die Architekten auf wenige Materialien: verputzte und gestrichene Stahlbetonwände, Böden und Möbel aus Holz. Lediglich der Fußboden des Bades ist mit Schieferplatten belegt.
