Die dynamisch aufsteigende Gebäudekontur der Eishalle gleicht sich dem Höhenverlauf der bestehenden Baukörper auf dem Gelände der Landessportschule an und schließt im Norden mit einem markanten Höhenpunkt ab. Hinter der glatten glänzenden Haut aus Aluminium verbirgt sich eine Eislaufbahn für die Öffentlichkeit, für Schulunterricht, Eishockeytraining sowie Wettkampf und Eiskunstlauf. Zwei unterschiedlich hohe Nebenraumspangen umfassen die Halle L-förmig im Osten und Süden. Ein schräges Verbindungselement zwischen niedrigem Garderoben- und höherem Infrastrukturtrakt bildet ein ausladendes Vordach vor dem verglasten Eingangsbereich. Im oberen Geschoss der Spangen liegen Tribünen und VIP-Lounge. Raumprägendes Element der Halle ist die geschwungene Dachkonstruk-tion. Die außergewöhnliche Geometrie des Tragwerks ergab sich aus der Entwurfsidee eines Brustkorbs, der sich in der Mitte weitet. Das Spielreglement erforderte eine lichte Höhe von 7 m über der gesamten 30 ≈ 60 m großen Eisfläche. Auch eine uneingeschränkte, nicht durch Stützen beeinträchtigte Sicht von der Tribüne auf die Eisfläche stellte besondere Ansprüche an die Hallendachkonstruktion. Die zwölf jeweils unterschiedlich geformten linsenförmigen Holzleimbinder mit wechselnden Öffnungen und Querschnitten lagern auf Fertigteilstützen aus Stahlbeton. Wände und Dach sind als tragende Holzsandwichelemente konstruiert, eine Ausnahme bilden die Servicetrakte in Stahlbeton-Massivbauweise. Die niedrige Temperatur in der Halle bei ganzjähriger Nutzung, angrenzende warme Garderobenbereiche und die Feuchtigkeit der Eisfläche führten zu hohen Anforderungen an Haustechnik und Bauphysik. Dies machte zum Teil zweiseitige Dampfsperren in Dach- und Wandaufbauten nötig. Glasbänder und -fassaden sind so platziert, dass in keinem Fall direktes Sonnenlicht auf die Eisfläche trifft, lassen aber an geeigneter Stelle Licht in die Halle und erscheinen als helle, leuchtende Orientierungsflächen bei Nacht (zu Tragwerk, Bauphysik und Haustechnik s. S. 810ff.
